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Archiv der Kategorie Zeit (+Zeit Wissen)

Auf die Beeren, los!

Erschienen in der Zeit 39/2011
Weltmeisterschaft im Preiselbeerenpflücken in Finnland. Ehrensache, dass wir dabei sind! Angelika Franz ist in der Klasse „Frauen-Dreier, Pflücken per Hand” angetreten.

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Im Feuchtgebiet

Erschienen in der Zeit 44/2010
Das Oberharzer Wasserregal ist ein komplexes Netz aus kilometerlangen Kanälen und Gräben. Einst dienten sie dem Bergbau, heute leiten sie Wanderer durch die Landschaft

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Magisches Butterbier

Erschienen in „Die Zeit” 27/2010
Harry Potter lebt - in Orlando, Florida, wo ein neuer Themenpark seine Welt entstehen lässt

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Spuk und Trug

Muncaster Castle ist das gespenstischste Schloss in England. Im Park rufen die Eulen, und nachts um vier dreht sich der Türknauf. Ein Geisterforscher geht mit Besuchern dem Grusel auf den Grund.

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Die letzten Dinge

In der Gedenkstätte des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau drohen die Habseligkeiten
der Opfer zu verfallen. Die Restauratoren haben große Probleme, die Überbleibsel des
Grauens zu konservieren. Es ist ein Kampf gegen die Zeit – und gegen die Tränen.

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Der Zeichensetzer

Vor 1600 Jahren erfand der Mönch Mesrop Maschtots die armenische Schrift

Wir Deutschen waren nicht besonders einfallsreich, als es um die Entwicklung einer eigenen Schrift ging. Mit den Römern kamen die lateinischen Buchstaben ins Germanenland, und fortan schrieben wir Besiegten Gesetzestexte und Grabinschriften in jenen harten, eckigen Lettern der Eroberer - mit einigen Handschrift-Ausnahmen wie der Sütterlin-Schrift des 20. Jahrhunderts.

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Die verhinderte Metropole

Fast wäre Waldgirmes Hauptstadt geworden

Wäre Größe planbar, es gäbe an der Rodheimer Straße Versace, am Eichenweg Gucci, in der Kreuzerstraße einen Starbucks. Doch etwas lief in der Entwicklung dieser Stätte schon in römischer Zeit schief. Deswegen zählt Waldgirmes heute nicht zu den Metropolen dieser Welt. Der kleine hessische Ort im Lahntal zwischen Wetzlar und Gießen - kennt ihn jemand?

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Marmormann mit Makel

Italienische Forscher untersuchten Michelangelos »David« und fanden heraus: Er besteht nur aus zweitklassigem Gestein

Vielen gilt er als der schönste Mann der Welt: der David des Michelangelo. Das Kunstwerk ist eine bildhauerische Meisterleistung seines Schöpfers. Doch die ganze Schönheit kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mit Davids inneren Werten nicht weit her ist. Italienische Wissenschaftler haben jetzt fesgestellt: Bei dem Marmor, aus dem die Statue geschaffen wurde, handelt es sich allenfalls um zweite Wahl.

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Chemie für die Seele

Mit dem Blick des Chemikers nimmt der Mediziner Florian Holsboer psychische Krankheiten ins Visier. Jetzt sucht er bei den Zeugen der Anschläge vom 11. September 2001 nach genetischen Wurzeln der Traumatisierung

Im Gartenteich ziehen Goldfische ihre Runden, die Sonne läßt die Kringel im Wasser funkeln. Ein spätsommerlicher Nachmittag im Garten der kleinen Bauhaus-Villa von Florian Holsboer, Direktor am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. »Während wir hier sitzen«, sagt er, »finden in Ihrem Kopf molekulare Ereignisse statt, die Ihre Erinnerung prägen. Biochemische Prozesse sorgen dafür, dass Sie, wann immer Sie eine ähnliche Umgebung sehen, denken: Das ist so ’ne Hütte, wie der Holsboer sie hat.« Holsboers Arbeitsfeld ist die Biochemie des Nervensystems. Er will psychische Krankheiten mit physischen Mitteln heilen – mit Hormonen, Proteinen, Genen. Der Mediziner und promovierte Chemiker sagt von sich: »Ich bin sicher ein besserer Chemiker, als ich Arzt bin.«

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Da lag der Papst begraben

Archäologen haben in Hamburg Teile einer 750 Jahre alten Ehrengruft für Papst Benedikt V. gefunden

Hamburg hat sich noch nie besonders christlich gegeben. Erzbischof Ansgar zog 831 hierher, um die Heiden des Nordens zu missionieren. Er richtete eine kleine Holzkirche und eine Bibliothek ein, doch seine Gemeindemitglieder musste er noch kaufen. Den benachbarten Dänen war das Holzhaus mit dem Kreuz auf dem Dach willkommener Ausflugsort für gelegentliche Plünderungen. 1248 erhielt die Stadt anstelle von Ansgars Holzkirche einen Dom aus Stein. Doch das Gebäude mit seinen dunklen Nischen wurde zum Tummelplatz für lichtscheues Gesindel. Nach jahrhundertelangem Zank um das katholische Gotteshaus auf protestantischem Grund rissen die Hamburger Pfeffersäcke den Bau 1803 wieder ab – und verschacherten ihn, ganz pietätlos, Stein um Stein an die Meistbietenden. Die Grabsteine des Friedhofs stützten fortan die Wände eines Abwasserkanals. Und doch hatte Hamburg rund 30 Jahre lang etwas zu bieten, was man sonst eher in Rom vermuten würde: das Grab eines Papstes. Hier lag Benedikt V. begraben, der im Jahre 964 einen Sommermonat lang, vom 22. Mai bis zum 23. Juni, auf dem Heiligen Stuhl saß und am 4. Juli des folgenden Jahres in Hamburg starb.

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