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November 2009
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Archive für 16.11.2009

Mona Lisa in 3-D

Über die Akropolis von Athen schlendern und gleich darauf dem Florentiner David des Michelangelo einen Besuch abstatten - dieses Kunststück soll Interessierten künftig spielend leicht gelingen. Das internationale „3D-Coform”-Projekt entwickelt derzeit ein virtuelles Computerarchiv für Kunstgegenstände aus aller Welt. Die Nutzer können dann per Mausklick antike Gebäude besichtigen, klassische Statuen von allen Seiten betrachten oder die Oberflächenstruktur von Werken alter Meister untersuchen. 19 Partnerorganisationen sind beteiligt, darunter die Fraunhofer Gesellschaft und die Uni Bonn, aber auch Museen wie die Staatlichen Museen zu Berlin und der Louvre. Die Datenbank soll nicht nur als virtuelle Ausstellung dienen, sondern auch als Werkzeug für Wissenschaftler: Eine Suchfunktion wird es ermöglichen, weltweit nach Objekten zu stöbern. „Griechische Vasen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus mit mindestens zwei Henkeln” etwa müssen sich Forscher künftig nicht mehr aus unzähligen Museumskatalogen heraussuchen, sondern können sie mit der Suchfunktion von 3D-Coform binnen Sekunden auf ihren Monitor zaubern. Für einen ersten Testlauf wurden unter anderem schon mal der David von Michelangelo und die Mona Lisa eingescannt.

Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 47/2009.

Amateur findet Goldschatz

Eigentlich wollte Hobbyausgräber David Booth nur seinen neuen Metalldetektor ausprobieren - doch gleich bei diesem ersten Test gelang ihm eine spektakuläre Entdeckung: In einem Feld nahe der schottischen Stadt Stirling stieß der Brite auf historischen Goldschmuck im Wert von über einer Million Pfund. Gerade einmal sieben Schritte von der Stelle entfernt, wo der Hobby-Archäologe sein Auto geparkt hatte, begann der Detektor zu blinken. Booth holte vier Halsreifen - Torques genannt - aus der Erde. Sie stammen aus den letzten Jahrhunderten vor Christi Geburt und wurden von Männern der keltischen Elite getragen. Zwei der Stücke sind schottischer oder irischer Herkunft, einer der Torques stammt aus dem Südwesten des heutigen Frankreich, der vierte kombiniert mediterrane und lokale Stile. Damit muss eventuell die schottische Geschichte neu betrachtet werden: Der Fund legt nahe, dass die Region in der Eisenzeit bei weitem nicht so isoliert war wie bislang angenommen. „Als ich die Bilder von den Torques gesehen habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen”, erzählt der Chefkurator des National Museum of Scotland, Fraser Hunter. Nach schottischem Gesetz gehört der Goldschatz der britischen Krone. Üblicherweise zahlt diese jedoch dem Finder eine Entschädigung, die dem geschätzten Wert der Fundstücke entspricht.

Erschienen in Prisma, Spiegel (Printausgabe) 47/2009.

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